Die Sammelobjekte in Days Gone sind mehr als nur Futter für Trophäen: Sie erzählen Nebenstränge, geben der Welt von Oregon mehr Tiefe und entscheiden am Ende darüber, wie sauber du auf 100 Prozent kommst. Ich schaue mir deshalb nicht nur an, welche Sammelklassen es gibt, sondern auch, welche wirklich zählen, wo die typischen Zeitfallen liegen und wie du die Jagd ohne unnötiges Zurückreiten organisierst.
Das musst du bei der Sammeljagd in Days Gone beachten
- Nichts ist dauerhaft verpassbar - du kannst die Sammlung nach der Story in Ruhe abschließen.
- Für die relevante Sammel-Trophäe reicht 75 Prozent; du musst also nicht jede einzelne Spur erzwingen.
- Die wichtigsten Klassen sind Charaktere, R.I.P.-Predigten, Tourismus, historische Marker, Camp-Gitarristen und Herbologie.
- Survival Vision reicht nicht - viele Objekte siehst du erst, wenn du sehr nah dran bist.
- Am effizientesten ist ein regionenweiser Sweep mit dem Sammlermenü als Checkliste.
Wie die Sammelobjekte in Days Gone aufgebaut sind
Ich trenne die Days-Gone-Sammelobjekte immer zuerst nach Funktion: Einige liefern vor allem Lore, andere sind direkt für Trophäen relevant, wieder andere sind eher ein netter Bonus für Welt und Atmosphäre. Genau diese Mischung macht die Sammlung interessant, aber auch leicht unübersichtlich, wenn man einfach blind durch die Karte fährt.
Die wichtigsten Klassen kannst du dir so vorstellen:
| Kategorie | Was du findest | Praxiswert | Worauf ich achte |
|---|---|---|---|
| Charaktere | Briefe, Fotos und persönliche Notizen zu zentralen Figuren | Hoher Story- und Lore-Wert | Viele Einträge tauchen in Camps oder im Umfeld der Story auf |
| R.I.P.-Predigten | Texte und Botschaften des Kults | Starker Hintergrund zur Welt und zum Gegnerdesign | Liegt oft in riskanteren Bereichen, lohnt sich aber früh |
| Tourismus | Broschüren, Karten, Werbematerial und regionale Kleinigkeiten | Gut für Orientierung und Weltaufbau | Häufig an Roadside-Spots, Gebäuden und Aussichtspunkten |
| Historische Marker | Tafeln und Infopunkte zu Orten und Personen | Meist leicht mitzunehmen | Ideal, wenn du sowieso an einem POI vorbeikommst |
| Camp-Gitarristen | Lieder, die du im Camp hörst | Sehr spezifisch, aber zeitgebunden | Nur abends in Iron Mike's Camp sinnvoll anzugehen |
| Herbologie | Pflanzenarten und Kräuter | Nützlich fürs Crafting und für den Sammlungsfortschritt | Du brauchst pro Sorte im Kern nur den ersten Fund |
Je nach Liste werden zusätzliche questbezogene Einträge separat geführt, deshalb schwanken Gesamtzahlen in Guides leicht. Für dich ist das aber weniger wichtig als die Struktur: Wer weiß, welche Kategorie welchen Zweck erfüllt, sammelt viel zielgerichteter. Genau deshalb lohnt sich als Nächstes ein Blick darauf, welche Einträge für Trophäen und 100 Prozent wirklich zählen.
Welche Einträge für Trophäen wirklich zählen
Bei Days Gone ist der wichtige Punkt nicht die exakte Summe in jeder einzelnen Guide-Liste, sondern die Schwelle, auf die du hinarbeitest. Die Trophäenlogik ist klar: Das erste Sammlerstück schaltet Finders Keepers frei, bei 50 Prozent kommt Wannabe Fortune Hunter, und bei 75 Prozent holst du dir The Broken Roadshow. In der Praxis reicht es also, rund drei Viertel der Sammlung sauber mitzunehmen.
Viele Komplettlisten arbeiten mit einer Gesamtzahl von etwa 240 Sammelobjekten; bei dieser Zählweise liegst du für die 75-Prozent-Marke ungefähr bei 180 bis 181 Einträgen. Ich würde mich trotzdem nicht an einer einzigen Zahl festbeißen, sondern immer im Spiel selbst auf die Prozentanzeige schauen. Die ist am Ende die verlässlichere Größe.
| Meilenstein | Was du brauchst | Was es dir bringt |
|---|---|---|
| Erstes Objekt | Beliebiges Sammelobjekt | Der Einstieg in die Sammlungs-Trophäen |
| 50 Prozent | Etwa die Hälfte der Gesamtmenge | Ein guter Zwischenstand, ohne dass du schon alles absuchen musst |
| 75 Prozent | Rund drei Viertel der Gesamtmenge | Die entscheidende Schwelle für die relevante Sammel-Trophäe |
Wirklich beruhigend: Nichts davon ist dauerhaft missbar. Du kannst nach dem Abspann weiterfahren, fehlende Regionen aufräumen und die Sammlung in Ruhe fertigstellen. Damit der Weg dahin nicht unnötig zäh wird, braucht es aber einen sinnvollen Suchrhythmus.

So gehst du beim Sammeln am effizientesten vor
Ich würde in Days Gone niemals versuchen, jede Region in einem einzigen Anlauf leerzuräumen. Das wirkt zwar sauber, kostet aber unnötig Zeit. Besser ist ein schlichter Rhythmus: erst die Story spielen, nebenbei mitnehmen, was direkt auf dem Weg liegt, und danach die offene Welt regionenweise abarbeiten.
- Nutze das Sammlermenü als Checkliste - dort siehst du, welche Kategorien dir noch fehlen.
- Verlass dich nicht auf Survival Vision - Sammelobjekte werden nicht bequem durch Wände oder große Distanzen markiert.
- Räume Regionen statt Einzelpunkte - so sparst du dir unnötige Fahrten zwischen weit entfernten Orten.
- Prüfe zeitgebundene Einträge bewusst - besonders der Camp-Gitarrist funktioniert nur in einem begrenzten Abendfenster.
- Behandle Herbologie anders als Ortsobjekte - Pflanzen sind eher ein laufender Nebenweg als ein klassisches Ziel auf der Karte.
Für den Camp-Gitarristen ist Timing alles: In Iron Mike's Camp lohnt sich der Weg am Abend, grob zwischen 19 und 22 Uhr. Wenn du dort zu früh oder zu spät auftauchst, wartest du sonst nur herum. Pflanzen wiederum sammle ich eher opportunistisch, weil du für die Herbologie am Ende vor allem die verschiedenen Arten brauchst, nicht stur jede Stelle auf der Karte.
Mit dieser Reihenfolge wird aus der Sammlung ein überschaubarer Arbeitsgang statt ein chaotischer Suchmarathon. Trotzdem sehe ich immer wieder dieselben Fehler, die den Fortschritt künstlich bremsen.
Diese Fehler kosten dich am meisten Zeit
- Zu früh alles erzwingen - wer während der Kampagne auf Vollständigkeit spielt, fährt oft doppelt durch dieselben Gebiete.
- Camp-Gitarristen tagsüber suchen - ohne das Zeitfenster am Abend verschwendest du nur Spielzeit.
- Herbologie mit normaler Sammlung verwechseln - bei Pflanzen zählt die Art, nicht die Menge an identischen Funden.
- Regionen nicht sauber abhaken - wenn du ohne System suchst, fehlen dir am Ende genau die letzten zwei oder drei Einträge pro Gebiet.
- Gesamtzahlen aus Guides als absolute Wahrheit lesen - unterschiedliche Zählweisen sind normal und bedeuten nicht, dass du etwas falsch machst.
Ich halte den letzten Punkt für besonders wichtig. Viele verheddern sich in Zahlen, obwohl die eigentliche Aufgabe viel einfacher ist: Prozentstand im Spiel prüfen, fehlende Kategorie identifizieren, nächste Region sauber abarbeiten. Wenn du so denkst, bleibt die Sammlung kontrollierbar.
Welche Sammelobjekte ich früh, mittel und spät einsammeln würde
Wenn ich einen neuen Durchlauf strukturiere, teile ich die Jagd nach Priorität statt nach Laune ein. Das spart Zeit und verhindert, dass du dich auf Nebenobjekte verbeißt, während die großen Lücken später nerven.
| Phase | Fokus | Warum genau dort |
|---|---|---|
| Früh | Alles, was direkt auf Storywegen liegt, plus einfache Marker an Straßen und Orten | Hier bekommst du schnellen Fortschritt ohne Umwege |
| Mittel | Charaktere, Tourismus und die ersten Kult- und Lore-Einträge in den Camps | Die Regionen öffnen sich weiter, und du kannst Lücken gezielter schließen |
| Spät | Herbologie, abgelegene historische Marker und zeitgebundene Einträge | Das ist der Teil, der sich als Rest am besten in einem dedizierten Sweep erledigt |
So bleibt die Jagd nach den Sammelobjekten sauber in Phasen gegliedert: erst das mitnehmen, was natürlich kommt, dann die lohnenden Nebenpfade, zuletzt die zähen Reste. Genau so würde ich Days Gone heute angehen, weil es den Fortschritt sichtbar macht, den Frust klein hält und die 75-Prozent-Marke deutlich schneller erreichbar macht.