Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
- Eine offiziell bestätigte native PS5-Version von Red Dead Redemption 2 gibt es derzeit nicht.
- Auf der PS5 läuft das Spiel über Abwärtskompatibilität als PS4-Version.
- Der größte spürbare Gewinn eines echten Upgrades wäre für mich klar die Bildrate mit 60 FPS.
- Auch höhere Auflösung, saubereres Asset-Streaming und kürzere Ladezeiten würden der offenen Welt gut tun.
- Wer heute spielen will, muss nicht auf ein unbestätigtes Update warten.
Der aktuelle Stand beim PS5-Upgrade von Red Dead Redemption 2
Der wichtigste Punkt ist schnell geklärt: Es gibt aktuell kein offiziell angekündigtes, natives PS5-Upgrade für Red Dead Redemption 2. Der PlayStation Store führt das Spiel weiterhin als PS4-Titel, und Rockstar Support verweist auf die Spielbarkeit per Abwärtskompatibilität statt auf eine eigenständige Next-Gen-Fassung. Das heißt: Die PS5 startet die vorhandene PS4-Version, sie lädt nicht plötzlich eine neue technische Variante mit eigenem Feature-Set.
Praktisch bedeutet das für dich vor allem drei Dinge. Erstens bekommst du kein bestätigtes 60-FPS-Update. Zweitens bleibt die Präsentation grundsätzlich die der alten Konsolenfassung. Drittens ist die PS5 zwar die deutlich bessere Maschine, aber ohne Patch oder Port kann sie das Potenzial des Spiels nur begrenzt nutzen. Genau daraus entsteht die ganze Diskussion um das PS5-Upgrade, und deshalb lohnt sich der Blick auf die Unterschiede zum ersten Red Dead Redemption.| Bereich | Aktueller Stand | Einordnung |
|---|---|---|
| Native PS5-Version | Nein, nicht offiziell angekündigt | Kein eigener Next-Gen-Release bekannt |
| Spielbarkeit auf PS5 | Ja, über Abwärtskompatibilität | Die PS4-Version läuft auf der PS5 |
| 60 FPS | Nicht bestätigt | Der sichtbarste Wunsch bleibt unerfüllt |
| Ladezeiten | Oft etwas besser als auf PS4 | Das ist ein Hardwareeffekt, kein echter Port-Vorteil |
| Neue Inhalte | Keine angekündigt | Es geht hier um Technik, nicht um Story-Nachschub |
Damit ist die Grundlage gesetzt. Der Grund, warum so viele trotzdem auf ein Upgrade hoffen, liegt weniger am Spiel selbst als an der Verwechslung mit dem ersten Teil und an den Erwartungen an moderne Konsolen.
Warum Red Dead Redemption und Teil 2 oft verwechselt werden
Ich sehe die Verwirrung oft, und sie ist nachvollziehbar. Beim ersten Red Dead Redemption gibt es inzwischen eine native PS5-Fassung mit freier Upgrade-Möglichkeit für Besitzer der PS4-Version. Das hat die Erwartung geschürt, dass Teil 2 nachgezogen werden könnte. Inhaltlich sind die Spiele verwandt, technisch werden sie von Rockstar aber aktuell unterschiedlich behandelt.
Genau das ist der Kern des Missverständnisses: Viele lesen „Red Dead“ und denken automatisch an denselben Upgrade-Pfad. In Wahrheit ist die Lage anders. Teil 1 bekam die moderne Behandlung, Teil 2 bleibt bislang bei der PS4-Version auf PS5 hängen. Für Spieler ist das ärgerlich, weil gerade Red Dead Redemption 2 von einer aktuellen Konsolenfassung besonders profitieren würde. Die offene Welt ist groß, detailreich und visuell stark auf Atmosphäre ausgelegt. Wenn da Leistung auf der Strecke bleibt, fällt es sofort auf.
Deshalb ist die Frage nach dem Upgrade auch keine reine Komfortfrage, sondern eine technische. Und genau da wird schnell klar, welche Verbesserungen wirklich zählen würden.
Was ein echtes Next-Gen-Update verändern müsste
Wenn Rockstar eine echte PS5-Version nachreichen würde, müsste das Update mehr leisten als nur „läuft auf neuer Konsole“. Für mich wären das die wichtigsten Bausteine:
| Bereich | Was sinnvoll wäre | Warum es zählt |
|---|---|---|
| Bildrate | Stabile 60 FPS | Reiten, Schießen und Kamerabewegungen fühlen sich deutlich direkter an |
| Auflösung | Höhere und stabilere Bildschärfe | Feine Details in Vegetation, Matsch, Schnee und Nebel werden klarer |
| Asset-Streaming | Schnelleres Laden von Texturen und Objekten | Weniger Pop-in, also weniger plötzlich nachladende Elemente in der Welt |
| DualSense | Adaptive Trigger und präzisere Haptik | Spürbare, aber eher sekundäre Immersion beim Schießen und Reiten |
| Audio | Saubereres 3D-Audio-Mixing | Ortung und Atmosphäre würden profitieren, vor allem in der Wildnis |
Das wichtigste Element bleibt für mich die Bildrate. Ein Open-World-Spiel wie dieses gewinnt extrem, wenn Animationen flüssig laufen und Eingaben unmittelbarer wirken. Raytracing wäre nett, aber bei Red Dead Redemption 2 wäre das aus meiner Sicht eher ein Bonus als der eigentliche Hebel. Die offene Welt braucht vor allem Stabilität, sauberes Streaming und ein klares Bild, nicht nur einen hübschen Marketingbegriff.
Genau deshalb ist interessant, was die PS5 heute schon aus dem Spiel herausholt, auch ohne offiziellen Next-Gen-Port.
Was die PS5 heute trotzdem schon aus dem Spiel herausholt
Auch ohne eigenes Upgrade ist die PS5 nicht irrelevant. Durch die stärkere Hardware laufen viele PS4-Spiele etwas geschmeidiger als auf der alten Konsole, und Ladezeiten fallen in der Praxis oft kürzer aus. Das ist kein Ersatz für ein echtes Update, aber im Alltag spürbar. Wer Red Dead Redemption 2 auf einer PS5 startet, bekommt also nicht dieselbe Erfahrung wie auf einer Basis-PS4.
Der Haken ist nur: Die PS5 kann ohne Patch keine neue Qualitätsebene freischalten. Du bekommst keine garantierte höhere Bildrate, keine speziell angepassten DualSense-Features und kein sichtbares Remastering der Assets. Das Spiel bleibt technisch das, was es auf PS4 war, nur auf besserer Hardware ausgeführt. Ich würde das als vernünftige Zwischenlösung bezeichnen, nicht als Lösung des eigentlichen Problems.
- Positiv: Kürzere Ladephasen und meist angenehmeres Verhalten im Alltag.
- Begrenzt: Keine bestätigte 60-FPS-Fassung und keine offizielle PS5-Edition.
- Wichtig: Die Erfahrung ist besser als auf älteren Konsolen, aber nicht „next gen“.
Damit stellt sich fast automatisch die nächste Frage: Lohnt es sich, auf eine native Version zu warten, oder ist das nur ein Aufschieben ohne klare Perspektive?
Lohnt sich das Warten auf eine native Version
Wenn du das Spiel noch nie gespielt hast, würde ich persönlich nicht auf ein unbestätigtes Upgrade wetten. Red Dead Redemption 2 ist auch heute noch stark genug, um auf der PS5 Spaß zu machen, selbst wenn es technisch nicht ausgeschöpft wird. Die Geschichte, die Welt und die Inszenierung tragen das Spiel ohnehin weit mehr als ein perfekter Bildmodus.
Anders sieht es aus, wenn du sehr empfindlich auf Bildrate reagierst. Dann kann das Warten nachvollziehbar sein, aber nur unter einer Bedingung: Du glaubst wirklich an eine offizielle Ankündigung. Ohne diese Ankündigung ist Warten meist ein schlechter Deal, weil du Zeit verlierst, ohne Sicherheit zu gewinnen. Ich würde deshalb so unterscheiden:- Jetzt spielen: Wenn du die Geschichte, die Atmosphäre und die Welt sehen willst, wie sie sind.
- Abwarten: Nur wenn du aus Prinzip keine 30-FPS-Fassung auf der PS5 anfassen willst.
- Nicht drauf bauen: Wenn deine Entscheidung von Leaks, Gerüchten oder YouTube-Thumbnails abhängt.
Gerade beim Thema Konsolen ist das wichtig, weil Gerüchte oft schneller laufen als offizielle Informationen. Wer nüchtern entscheidet, spart sich am Ende Frust.
Was ich 2026 für die realistischste Erwartung halte
Meine nüchterne Einschätzung ist einfach: Stand 2026 sollte man ein PS5-Upgrade für Red Dead Redemption 2 eher als Möglichkeit denn als verlässlichen Plan betrachten. Dass Rockstar irgendwann noch einmal nachlegt, ist denkbar. Dass daraus kurzfristig etwas Konkretes wird, ist aktuell aber nicht bestätigt. Solange das so bleibt, gibt es keinen guten Grund, den Kauf oder das erneute Spielen von RDR2 hinauszuschieben.
Wenn du das Spiel schon besitzt, kannst du es heute auf der PS5 genießen und musst nicht warten, bis vielleicht irgendwann etwas passiert. Wenn du es noch kaufen willst, würde ich die Entscheidung an Preis und Lust auf das Spiel knüpfen, nicht an Hoffnungen auf einen Patch. Und wenn du nur wegen eines möglichen 60-FPS-Updates auf eine Ankündigung wartest, ist die ehrlichste Haltung wohl diese: erst glauben, wenn es offiziell ist.
Für mich ist das der pragmatische Blick auf das Thema. Red Dead Redemption 2 bleibt auf der PS5 ein starkes Spiel, aber sein eigentliches technisches Potenzial ist bislang nicht in einer eigenen Version angekommen.